Ulrich Plieschnig

IN SITU

Ulrich Plieschnig
IN SITU timeless
29. November 2011

Wir besuchen Ulli Plieschnig in seinem Wiener Atelier, dem sog. „Apostelhof“ - ehemalige Fabriksräumlichkeiten, die zu Ateliers umfunktioniert wurden. Dort arbeitet Plieschnig an seinen Schüttbildern: „Seit etwa zehn Jahren male ich Bilder nicht mehr mit dem Pinsel, sondern schütte die Farbe auf und lasse sie wieder abfließen, wodurch sich eine Oberfläche ergibt, die ich mit konventionellen Techniken nur schwer erreichen kann.

Plieschnig verfolgt das Prinzip des „gesteuerten Zufalls“: Er überlässt die geschüttete Farbspur vorerst ihrem freien Fluss, um sie dann durch Drehen und Kippen zu verändern. Die hohe Qualität von Plieschnigs Werken beruht auf dem gekonnten Einfrieren des Moments.

Ulrich Plieschnig (*1959 in Klagenfurt) studierte an der Accademia di Belle Arti in Perugia, sowie an der Akademie der Bildenden Künste in Wien. Nach seiner Ausbildung lebte und arbeitete er in New York und Paris, mehrmonatige Arbeitsaufenthalte in Australien, Tasmanien, Neuseeland, Indonesien, USA, Brasilien, Japan, Portugal und Südindien folgten.

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