Sabine Müller-Funk: 2 & 3 Dimensionales
Eröffnung am Sa 18. April 2026 um 18 Uhr
Einleitende Worte: Maria Christine Holter
Dauer der Ausstellung:
Dauer: 18.4. – 18. Mai 2026
Galerie12
Ausstellungsgalerie für zeitgenössische und angewandte Kunst
Hauptplatz 12
A-3730 Eggenburg
Und so sind wir – neben der Verwendung von Glas und dem Fassenwollen von Zeit – bei einem weiteren Charakteristikum von Sabine Müller-Funks Kunst angelangt: der Wichtigkeit von Kommunikation und der Bedeutung des Wortes. Als begeisterte Leserin von Philosophie und Lyrik ist Sabines Werk von der Faszination für qualitätvolle Texte durchzogen, aber auch vom Nachdenken über Text als Abfolge visueller Zeichen, also Semiotik. In fast allen der hier versammelten Arbeiten stoßen wir auf Text in Form ihrer typischen, gerundeten Lateinschrift. Durch Fragmentierung, Schichtung und mehrfache Überlagerung oder durch das Zerfließen – je nach verwendetem Schreibgrund, -material oder -gerät – ist der handschriftliche Text jedoch nahezu unleserlich. Einmal ist es ein Wortfetzen, der uns in den vermeintlich dadurch offengelegten Bildinhalt hineinzieht, ein andermal ist es eine vielfache Überschreibung, die uns selbigen nur noch als abstraktes Textgewebe erkennen lässt. Die einzelnen von Sabine Müller-Funk als Autorin verfassten oder von Literaturschaffenden ausgewählten Texte werden unter der Hand der bildenden Künstlerin zum poetischen Widerhall der ursprünglichen künstlerischen Aussage und damit zu etwas gänzlich Neuem. (Auszug aus dem Manuskript zur Einführung in der Galerie12)
©Maria Christine Holter, 2026